Ronny MENTEN, Rummen  

Ein großer Teil der Provinzen Flämisch-Brabant und Limburg konnte wegen der Vogelgrippe nicht an den Flügen teilnehmen. Auch Rummen war Teil des „Lockdown“-Kreises, sodass Ronny Menten mehrere Wochen lang nicht an den Flügen teilnehmen durfte. Er startete trotzdem gut in die Saison mit Top-Ergebnissen auf den ersten beiden Nationalflügen: Bourges 31-67-143-250 national gegen 33410 alte Tauben – 8-29-42-47-158-161-307 national gegen 24.221 Jährige.  

Ronny, was wirst du für die nächste Saison ändern?  

Das System mit den Weibchen funktioniert bei mir sehr gut und das möchte ich auch nicht ändern. Sie können sich frei in einem Offenfrontschlag aufhalten. Bei Bedarf können sie durch einen Rolladen abgedunkelt werden, wenn die anderen Tauben draußen sind. Sie kennen das System und wissen, was wir von ihnen wollen. Bei den Vögeln werden wir versuchen das System zu verbessern, da es bisher etwas chaotisch war. Wir möchten , dass sie ihre eigene Box und ihre Partnerin bekommen. Die Vögel brauchen mehr Ruhe und ihre eigenen Weibchen, wenn sie vom Flug kommen. Ansonsten werden wir so wenig wie möglich in der Betreuung und im Training umstellen – das passiert hier jeden Tag in einem festen Rhythmus. 

Es ist wichtig, Vertrauen in die Tauben und in das verwendete System zu haben, dann werden auch Ergebnisse folgen. Ronny und Ilse scheuen als ehemalige Obsthändler nicht vor harter Arbeit und wissen sehr gut, dass man Mut, Glaube und Ausdauer braucht,  wenn man etwas erreichen will!  

Welche sind deine Lieblingsprodukte von Röhnfried?  

„Alles beginnt mit der Mauser- und Winterzeit, wenn die Tauben ruhen. Sie kommen nicht mehr nach draußen und bleiben Tag und Nacht in der offenen Voliere. Diese ist vorne komplett offen, sodass sie viel Sauerstoff haben. Jeden Tag bekommen sie frischen Grit und werden danach gefüttert. In dieser Zeit bekommen sie täglich Avidress Plus und über das Futter regelmäßig Hessechol, das mit Pavifac-Bierhefe abgetrocknet wird.  

Ab Anfang Februar bekommen die Tauben wieder Freiflug. Dann gibt es eine Zeit lang eine Kombination aus Avidress Plus und Hexenbier, ein Spitzenprodukt, das sie schlanker macht und die alten Daunen fallen lässt. Zwei Wochen später müssen sie in die Luft und eine Stunde trainieren, notfalls kommt die Fahne zum Einsatz. Ihren „Job“ müssen sie erst lernen. Dadurch bekommen sie einen guten Grundrhythmus. Im März trainieren sie zweimal am Tag. Im Verlauf der Trainingssteigerung werden sie dann auch regelmäßig bis zu 50 km mit dem Auto gefahren. Wenn sie gut zu Hause ankommen und alles glatt gelaufen ist, fahren sie mit dem Verein nach Momignies 120 km zum ersten Preisflug. Tauben, die hart arbeiten, müssen gut essen. Auf dem Schlag gibt es immer etwas Extrafutter, sie bekommen so viel sie wollen.“  

Ronny verwendet gerne Energie-Öl und das Konditionspulver Ro200, manchmal in Kombination mit Entrobac. Dieses erhalten die Tauben etwa dreimal pro Woche. In ihrem Trinkwasser finden sie regelmäßig Hexenbier oder Atemfrei, meist am Anfang der Woche. Beide Produkte basieren auf Kräutern und sorgen dafür, dass die Tauben gesund bleiben und auch die Bronchien unterstützt werden. Wenn sie von den Flügen nach Hause kommen, sind immer Bt-Amin Forte, Elektrolyt 3Plus und Mumm im Trinkwasser. Nach einem harten und schwierigen Rennen verwendet Ronny für ein paar Tage Hessechol  in Kombination mit Pavifac Bierhefe über dem Futter . Ab Beginn der Trainingsflüge bis zum Ende der Saison erhalten die Tauben täglich  Carnitin (Carni-Speed). Wenn die Paare nach dem Rennen getrennt werden, bekommen außerdem alle ein K+K Gold-Dragee. In der vergangenen Saison hat Ronny oft  Rotosal  über das Trinkwasser gegeben, bei extremen Witterungsverhältnissen sogar die doppelte Dosis. Es sorgt für einen reibungslosen Leberstoffwechsel und eine schnellere Regeneration.