14. Januar 2021

Ein Profi mit den Weibchen: Daniel Becker

Eine Reisesaison mit Corona

Alles in allem war es ein sehr erfolgreiches Jahr. Die Weibchen fliegen 6 erste Konkurse und die Vögel bei meiner Tante konnten ebenfalls 6 Erste erringen. Wir haben auch sehr erfolgreich an zwei Nationalflügen teilgenommen. Es konnten in der IG WSO zwei Zonensiege erzielt werden. Die jungen Vögel konnten den 41. Platz auf Bundesebene erringen. Wir konnten im Reg. Verband 404 Platz zwei verteidigen und stellen das beste Altweibchen. Negativ für uns war der Richtungswechsel zum Süden, hier haben sich unsere Jährigen extrem schwergetan.
„Wir sind mit der Leistung unserer Weibchen (SG Becker Daniel u. Hans), Vögel (SG Bauer) sowie den Jungtauben sehr zufrieden. Trotz schwieriger Flüge erzielten unsere Tauben immer Topergebnisse. Gerade unsere zwei Linien Olympic Pair (670×417) und Olympic Bonnie 660 erweisen sich hier als absolute Erfolgslinien“, so Daniel.

„Wir hatten leider zum Beginn der Jungtierreise die Jungtaubenkrankheit. Gerade die Weibchen hatte es richtig erwischt. Sie brauchten absolute Ruhe und mussten zehn Tage in der Voliere bleiben. Bei den Alttauben hatten wir zu Beginn der Reise mit hechelnden Tauben nach dem Freiflug zu kämpfen. Allerdings konnten drei Tierärzte keinen Befund feststellen. Nach dem zweiten Flug hörte das Hecheln von alleine auf. Die Ergebnisse waren, trotz dieser Situation, immer sehr gut. Ich bin aber ganz ehrlich, dass es auch daran lag, dass südlicher gereist wurde und die Tauben trotzdem die alte Route geflogen sind. Dadurch hatten wir schon einen kleinen Vorteil. Das ist meine persönliche Meinung!“

Strategische Änderungen

„Wir haben das private Training auf ein Minimum reduziert. Die Alttauben wurden vor der Reise drei Mal privat gefahren und danach nicht mehr. Die Jungtauben wurden im Sommer ca. fünf Mal in den Anhänger gesetzt und zwei Mal am Ortsrand gestartet. Des Weiteren erfolgten noch drei Flüge bis 15 km. Danach nur noch Vortouren mit der RV. Erstmalig haben wir zwei Weibchen mit einem Vogel verpaart und dann auch so gespielt. Das ganze System ist noch verbesserungswürdig und wird in Zukunft noch verfeinert. Wir möchten aber in Zukunft auch Weibchen eine Chance geben, die absolute Spitze fliegen aber vielleicht nur sieben oder acht Preise erreichen. Aus diesem Grund haben wir unser System geändert.
Durch das geringere private Fahren fehlten auf den kurzen Flügen eventuell etwas die absoluten Spitzenplatzierungen, aber ab 400 km habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Ein sehr wichtiger Aspekt ist auch, dass ich durch das nicht selber trainieren viel mehr Zeit für andere Dinge habe, z.B. um meine Tauben zu beobachten! Das Experiment, zwei Weibchen an einen Vogel zu verpaaren, wird 2021 noch verfeinert und ich werde darüber im nächsten Courier berichten. Unsere Jungtauben haben auch ohne großen Aufwand (privates Training) gute Ergebnisse erzielt. Das wichtigste ist eine Topversorgung und eine 100%ige Gesundheit.“

Aktuelle Leistungsträger

„Unsere Beste 2020 war die 02651-17-1151 W, sie fliegt in diesem Jahr 12/11 Preise und wird damit 5. AS Weibchen von Hessen 2020 und 4. Beste der RV (geschlagen von drei anderen Weibchen von uns). Sie wird bereits 2018 mit 11/11 Preisen beste Jährige der RV und 2019 mit 13/12 Preisen bestes Altweibchen der RV. Sie fliegt bereits 3. erste Konkurse und mehrere Preise im ersten Zehntel.
Eine weitere Spitzenfliegerin ist die 02651-16-1451 W, sie wird mit 12/12 Preisen bestes Weibchen der RV und belegte bereits 2019 den 120 Platz auf Bundesebene mit 13/11 Preise. Auch die 02820-18-500 muss hier unbedingt erwähnt werden, sie wird in 2020 nicht nur 3. beste Täubin der RV, sondern auch 1. Beste im Regionalverband 404 und das mit 11 Preisen und mit 2 ersten Konkursen.“

„Die 1151 ist eine Halbschwester zu Olympic Bonnie 660 diese kommt direkt aus dem Hauptvererber 670. Ihr Bruder der 1440 bringt bereits den einjährigen AS Vogel von Hessen in 2020. Die 1451 kommt aus unserem Stammpaar 2. dem 1228 mit der “706”. Dieses Paar stammt von meinem Röhnfried Racing Freunden Roland und Denis Faber. Diese Tauben passen top zur Linie des 670. Die Verpaarung bringt bereits mehrere erste Konkurssieger. Die 706 war selber eine absolute Granate als Reiseweibchen. Sie fliegt 13/13 und erringt 4 erste Konkurse. Die 500 kommt direkt von meinem Freund Helmut Lambers. Da er selber nicht aktiv am Reisen teilnimmt, bekomme ich jedes Jahr einige Weibchen zum Testen. Mit ihm pflege ich mittlerweile eine super Züchterfreundschaft.
Wir wollen unsere Jungtauben noch häufiger in den Anhänger setzen, um diese besser als 2020 daran zu gewöhnen, allerdings ohne privates Training. Wir werden unsere Jungtauben auch gegen das Rotavirus impfen, mit der Hoffnung die JTK endlich zu besiegen. In der Zucht werden wir erstmals OptiBreed einsetzten und bei den Reisetauben wollen wir verstärkt mit Avimycin forte gegen Atemwegsprobleme arbeiten.“

Versorgung und Impfungen

1. Rotosal (Erholung nach dem Flug)
2. Schaffett (die letzten 4 Mahlzeiten, Tauben kommen in eine Topverfassung)
3. Blitzform in Verbindung mit UsneGano
4. Carni Speed (5 x die Woche übers Futter)
5. Impfungen: gegen Paramyxo, Herpes, Pocken und Salmonellen

Jungtierflüge

„Durch die JTK hatten wir einen schweren Start. Aber mit der Zeit, sind die Jungen dann immer besser in Form gekommen. Wir haben die Jungtauben nur sehr schwer ans Fliegen bekommen. Die Fahne war ein nützlicher Helfer.“

Was willst Du unseren Lesern noch mitteilen?

„Bitte achtet noch mehr auf die Gesundheit Eurer Tauben! Und ich würde mich freuen, wenn die Züchter wieder mehr Interesse an Flügen über 400 km haben. Denn hier liegt die Zukunft unseres Hobbys.“

26. Oktober 2018

Trotz Einschränkungen ein gelungenes Taubenjahr

Wenn man Daniel Becker nach seinem Fazit für das Reisejahr 2018 fragt, bekommt man von ihm eine gewohnt realistische und trockene Einschätzung: „Das Reisejahr war okay. Wir konnten uns krankheitsbedingt weniger stark auf die Tauben konzentrieren und deshalb fehlten auch am Ende ein paar Prozent an der Leistung. Da muss man gar nicht lange diskutieren. Wenn man sonst fünf oder sechs Tauben unter den ersten zehn hatte, waren es in diesem Jahr nur zwei bis drei.“
Die Ostwindwetterlage zum Beginn der Saison sorgte teilweise dafür, dass die Preise etwas anders verteilt worden sind, aber das begrüßt Daniel ausdrücklich. Am Jahresende konnten drei Tauben mit voller Preiszahl die Reise beenden. Der 600 km Flug, der am mittlerweile leider berüchtigten Wochenende des 21./22.7. geplant war, wurde unter der Leitung von Daniel als Flugleiter nicht durchgeführt. Hut ab für diese Leistung als Flugleiter!

20. Oktober 2017

Die Weibchenspezialisten

In Eschenburg, einer Gemeinde im Norden des Lahn-Dill-Kreises in Hessen, ist mit der Schlaggemeinschaft Becker einer der aktuell stärksten Schläge Deutschlands beheimatet. Daniel (35), seine Frau Stephanie und Daniels Vater Hans-Georg (58) bilden seit Jahren ein Erfolgstrio, das in der abgelaufenen Saison den 4. Platz in der Deutschen Verbandsmeisterschaft für sich reklamieren konnte. Im RegV 404 Lahn-Sieg-Dill wurde man 1. Verbandsmeister, nachdem man im Jahr zuvor Platz 2 belegen konnte. Gespielt wird in der RV Dillperle Dillenburg, in der um die 30 Züchter miteinander wetteifern.

28. Oktober 2016

Die drei Musketiere aus Eschenburg