14. Januar 2021

Seit Jahren in der Spitze

Seit 10 Jahren besteht die erfolgreiche Schlaggemeinschaft Günter Krouss und Stephan Grotzsch. Wie auch bei anderen Züchtern gab es Höhen und Tiefen, meistens standen unsere Sportfreunde jedoch auf der Sonnenseite. Stephan erklärte sich bereit unsere Fragen zu beantworten.

Die Reisesaison 2020

Die Saison 2020 ist für uns absolut OK gewesen, wir hatten trotz Corona zwölf Flüge und konnten einige sehr gute Resultate erzielen. Leider hat es mit dem Vorbenennen dieses Jahr nicht geklappt. Da muss sich mich nächstes Jahr deutlich verbessern. Ich nehme mich da absolut in die Pflicht, auch möchten wir nächstes Jahr wieder besser mit den Weibchen spielen. Es war zwar gut, aber da ist noch Luft nach oben.
Reisemethode ist die totale Witwerschaft wobei die jeweiligen Partner zuhause bleiben. Freitags beim Einsetzen werden immer für ca. 30 Min. die Partner gezeigt. Anfang Februar paaren wir das erste Mal an und lassen zehn Tage die Eier bebrüten, danach wird getrennt und der Freiflug beginnt. Die zweite Paarung erfolgt im April, so dass die Tauben ca. fünf Tage brüten und dann zum letzten Vorflug auf Witwerschaft sind.
Wir haben ca. 100 Reisetauben, 55 Vögel und 45 Weibchen.
Die Jährigen gehen in der Regel bis zum Endflug Wels mit und werden genauso geführt wie alte Witwer.

Zuchtstrategie

Sehr gute Reisetauben kommen ca. 4-jährig in den Zuchtschlag, hier versuchen wir u.a. Gute an Gute zu verpaaren. Grundsätzlich bevorzugen wir Kreuzungen. Wir haben ca. 35 Zuchtpaare. Mittlerweile überwiegt die Linie von W. Roeper in unserem Zuchtschlag mit unserer Olympialinie. Einzelne Tiere sind noch von G. Peeters aus Walbeck, die Linie Comet, des 1. As-Vogels. Wir ziehen aus fast allen Roeper-Linien gute Tauben. Aber gerade die Linie Wonderaske fliegt bei uns hervorragend. Aktuell haben wir zwei Jungvögel aus dem 11. As-Vogel von Roeper aus der Linie Leidemann. Auf diese setzen wir große Hoffnungen.

Aktuelle Leistungsträger

Da ist zunächst der 03387 15 1125 zu nennen, er wird bester Vogel der RV Krefeld mit 12/12 Preisen. Seine Lebensleistung ist: 2019 14/10 Preise, 2018 14/12 mit über 1000 As-Punkten, 2017 13/11 Preise. Er stammt aus der Linie von Gerd Peeters über den As-Vogel Comet von Ravenstein. 3. bester Vogel der Rv wurde der P 17-7416375. 2020 flog er 12/11 Preise, 2019 14/12 Preise. Er stammt aus der Linie unseres Olympiavogels „275“ (Budapest) gekreuzt mit Roeper-Blut. Der 3387-18-359 wurde 4.bester Vogel der RV. Er brachte es 2020 auf 12/11 Preise. In Polen holte er bei der Olympiade die Bronzemedaille in der Kategorie Standard. Er entstammt der Linie Gaby Vandenabeele x unserer Olympialinie „275“. Auch der 3387-17-189 mit 2020 12/11 Preisen muss genannt werden. 2019 flog er 14/11 Preise. Er stammt aus der Linie von Roepers Wonderaske. Seine Schwester “119” wird 2018 beste jährige Taube in Dortmund mit 14/14 Preisen. Auch die 3387-17-97 (W) konnte 2020 mit 12/10 Preisen und 860,80 As-Punkten überzeugen. Damit wurde sie 1.As-Taube der RV Krefeld. Sie führt das Blut der Linie G. Vandenabeele X unsere Olympialinie „275“ in ihren Adern.

Versorgung der Tauben

Im Frühjahr wird ein Tierarzt aufgesucht. Sollte dieser nichts feststellen wird bis auf eine Trichokur nichts gemacht. Im März gibt es für jede Taube Nackentropfen und Rozitol. Medikamente werden nur nach einem Befund gegeben. Im April gibt es zehn Tage Hexenbier ins Wasser und sieben bis zehn Tage Avimycin forte und Atemfrei über das Futter. Danach sind die Tauben in einem perfekten Zustand. Die Schläge werden während der Reise einmal die Woche mit Avibac-Stabilizer ausgesprüht und täglich wird Bio-Air-Fresh gesprüht für ein perfektes Schlagklima. Ab Mitte April wird Carni-Speed eingesetzt, in der Reise täglich außer am Einsatztag. Täglich frisches Reisemineral ist selbstredend. Unsere Versorgung richtet sich nach dem aktuellen Versorgungsplan von Röhnfried. K+K Eiweiß geben wir allerdings immer zwei Tage. Wenn ein Flug bei schlechtem Wetter stattfand, dann geben wir immer zwei bis drei Tage Avimycin und Atemfrei übers Futter.

Training der Tauben

Es finden keine privaten Trainingsflüge statt und wir machen auch keinen Familientag. Die Tauben sehen sich allerdings beim Einsetzen. Sie werden täglich zwei Mal rausgelassen und fliegen ca. 45 Minuten pro Einheit.

Stellenwert der Jungtauben
Wir versuchen mit unseren Jungen an allen Flügen teilzunehmen. Allerdings trainieren wir unsere Jungen nicht. Daran erkennt man, dass uns Junge natürlich wichtig sind, aber nicht um jeden Preis. Sie werden von April bis Ende Mai verdunkelt. Aber ich glaube bei dem Jungtaubenspiel haben wir noch viel Luft nach oben. Das wollen wir 2021 deutlich besser machen. Ich hoffe nächstes Jahr kann ich erfolgreich davon berichten. Es werden in der Regel alle Jungen in die Reisemannschaft übernommen.

Impfungen

Wir haben unsere Junge gegen Paramyxo, Adeno, Herpes und Pocken geimpft. Aber auch hier wollen wir 2021 eine andere Strategie verfolgen.

Was möchtest Du den Lesern noch mitteilen?
Das Wichtigste ist, dass man sich realistische Ziele setzt und für diese Ziele muss man hart arbeiten. Jeder Züchter, der erfolgreicher werden möchte, sollte versuchen sich mit guten Züchtern auszutauschen. Aber das wichtigste ist der Spaß an unserem Hobby und zwar jeden Tag im Jahr.
Ich glaube auch, dass es sehr wichtig ist, ein Programm über mehrere Jahre anzuwenden und zu versuchen, sich darüber mit anderen erfolgreichen Züchtern auszutauschen.

Am Schluss möchte ich noch einen Gedanken anfügen. Ich reise nun seit 2010 mit meinem Schlagpartner Günter Krouss zusammen. In dieser Zeit haben wir gemeinsam viel erlebt. Wir haben über Niederlagen gesprochen und haben Siege gefeiert und es war immer ein großes Vertrauen vorhanden. Ich glaube das ist für jede Schlaggemeinschaft sehr wichtig. Ich möchte an dieser Stelle dafür einfach mal Danke sagen.

26. Oktober 2018

SG Krouss-Grotzsch – beständig an der Spitze dabei!

„Bis auf den Endflug von Ried – 603 km, an dem mittlerweile berüchtigten Juliwochenende, an dem überall viele gute Tauben auf der Strecke geblieben sind – war es für uns ein sehr gutes Reisejahr“, lautet das Resümee von Stephan Grotzsch (Jahrgang 1968)und Günter Krouss (Jahrgang 1943) im Rückblick auf die abgelaufene Saison. „Allerdings haben uns die Vorgenannten so manches Mal hängen lassen“.

Am Ende waren es 34 Zweistellige

Stephan Grotzsch und sein Schlagpartner Günter Krouss können auf vier 1. Konkurse zurückblicken und eine Vielzahl weiterer Spitzenplatzierungen ihrem Konto gutschreiben lassen. Und so schlecht war das Ergebnis auf dem Endflug mit 34/18 (52,9 %) wahrlich nicht. Gleichwohl, die Verluste schmerzen: 9 Tiere fehlen, darunter mit der 14-987 ein Spitzenweibchen mit mehr als 28 Preisen und über 90 As-Punkten (AP).

20. Oktober 2017

1. RV-Verbandsmeister auf Bundesebene 2017

Günter Krouß und Stephan Grotzsch reisen als Schlaggemeinschaft im Regionalverband 413 Rhein-Ruhr-Grenzland und machen seit Jahren von sich reden. Im Jahr 2010 beschlossen diese beiden Spitzenzüchter, in der Reisevereinigung Krefeld zusammen den Taubensport zu betreiben, und vielen Insidern der Region war schon damals klar, dass hier ein absoluter Spitzenschlag entsteht, und sie sollten recht behalten.

Die erfolgreiche Schlaggemeinschaft besteht zum einen aus Günter Krouß, Jahrgang 1943, seit Jahrzehnten ein Spitzenschlag in Krefeld und von jeher mit einem erstklassig besetzten Zuchtschlag. Auf dem Grundstück von Günter Krouß steht auch die geräumige Schlaganlage, eine der Voraussetzungen für erstklassige Erfolge. Der andere Partner ist Stephan Grotzsch, Jahrgang 1967, der bereits als Kind über seinen Großvater Kontakt zu Brieftauben hatte. Im Jahr 2004 dann der Start in den aktiven Taubensport durch die Gründung der Schlaggemeinschaft Wanders-Grotzsch. Mit viel Engagement brachte Stephan den Schlag in den nächsten Jahren an die Spitze der RV Krefeld. Leider verstarb Heinrich Wanders im Herbst 2008 und Stephan Grotzsch konnte auf der Schlaganlage nur noch 2009 reisen. Das Reisejahr 2009 krönte Stephan u.a. mit dem Gewinn der RV-Meisterschaft. Im Herbst wurde der gesamte Reisebestand versteigert und die Zuchttauben wanderten zu Günter Krouß.

27. Oktober 2016

2016 mit 25 zweistelligen Tauben