Besuch beim Taubenflüsterer Sven Schweder

Sven Schweder
Foto: © Märkische Allgemeine Zeitung, Beate Vogel

Es war ein Samstag, als ich mich auf den Weg ins mecklenburgische Schweez machte, um einen Züchter zu besuchen, der seinesgleichen sucht.

Wenn man allein die Titel „Deutscher Meister“ und „Europameister“ zusammenzählt, kommt man auf weit mehr als 40 Ehrungen, die er in seiner Züchterlaufbahn erringen konnte. Die Rede ist von Sven Schweder. Ich musste natürlich nicht lange suchen, wo sollte er auch sonst sein als im Taubenstall.

Wie begann deine züchterische Laufbahn?

Ich bin schon seit meiner Geburt 1972 mit vielen Tieren aufgewachsen, da mein Vater einen privaten Heimtiergarten betrieb. Eigene Tauben habe ich seit dem 12. Lebensjahr, kam aber bald über Fritz Harloff in Kontakt mit Englischen Zwergkröpfern, die mich nach anfänglichen Vorbehalten zunehmend faszinierten. Seit meinem 14. Lebensjahr züchte ich also Kropftauben und es kamen weitere Rassen hinzu. Mein Vater gelangte vor 12 Jahren mehr zufällig zu dunklen Französischen Kröpfern, in mir erwachte eine zweite Taubenliebe und ich übernahm in den nächsten Jahren einige Paare in Rot und Dunkel und die strategische Zuchtplanung. So nebenbei hielten auch noch rote Brünner Kröpfer bei mir Einzug, deren extreme Zartheit und Zutraulichkeit mich begeisterten.Sven Schweder

Wann beginnt und endet die Zucht bei dir?

Mit der Zucht beginne ich normalerweise Mitte Februar, Zuchtende ist Ende Juli. Etwa 20 Paar Englische Zwergkröpfer, 10 Paar Brünner Kröpfer und 8 Paar Französische Kröpfer werden zur Zucht eingestellt, wobei bei meinem Vater zusätzlich 10 Paar Franzosen untergebracht sind. Als große Hilfe und Unterstützung empfinde ich mein vollautomatisches Beleuchtungssystem. Morgens werden der Sonnenaufgang und abends die Dämmerung simuliert.Sven Schweder

Wie sieht die Versorgung deiner Tiere aus?

Der Versorgung messe ich eine große Bedeutung bei. Volierentauben brauchen eine optimale Versorgung mit Nährstoffen, Mineralien und Vitaminen, da sie keine Möglichkeit der Eigenversorgung haben. Zu viel Hülsenfrüchte und zu schweres Futter belasten den Organismus mehr, als dass sie zur bedarfsgerechten Versorgung führen. Eine Eiweißlücke entsteht nur durch das Fehlen einzelner Aminosäuren, die durch alleinige Körnernahrung nicht zu vermeiden ist. Früher wurden tierische Eiweiße (Fischmehl, Tierkörpermehl) dem Futter zugesetzt oder die Tiere versorgten sich im Freiflug mit tierischer Nahrung (Würmer, Schnecken usw.). Körnerfutter mit hohem Eiweißgehalt (Leguminosen) verstärken das Ungleichgewicht, der Versuch, die Lücke zu schließen, führt zu einem Überangebot anderer Aminosäuren und zu einer unnötigen, starken Organbelastung. Besser ist, einem nicht zu eiweißreichen Futter die fehlenden Aminosäuren im richtigen Verhältnis zuzusetzen, hier eignet sich das K&K Protein 3000 meiner Meinung nach sehr, da es die vorher genannten tierischen Eiweiße enthält. Taubensteine und Grit dürfen natürlich nicht fehlen und sollten jeden Tag frisch gereicht werden. Sven Schweder

Welche Produkte aus unserem Haus nutzt du noch?

Blitzform, da es mit dem enthaltenen Jod und Eisen einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und Vitalität meiner Tiere hat. In der Brieftaubenzucht ist das Produkt in fast jedem Versorgungsplan wiederzufinden, die Rassetaubenzüchter sollten die Vorteile auch für sich entdecken. Mit dem Avibac Stabilizer sorge ich dafür, dass meine Tiere in einer Umgebung leben, die aus einer positiven Mikroflora besteht. Mit diesem Produkt gelingt es mir, den Infektionsdruck auf natürliche Art und Weise zu senken, was sich wiederum positiv auf meine Tauben auswirkt. Sven Schweder

Welche 3 Tipps würdest du anderen Züchtern geben?

  1. Nur gesunde Tauben führen zum „Erfolg“
  2. Eine optimale Versorgung ist das A und O
  3. Verpaare die besten, hochwertigsten Partner miteinander
Sven Schweder

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