Gut gemausert ist halb gewonnen

Taubengold und Optibreed
Ein schönes Federkleid verleiht Rassetauben den letzten Schliff und entscheidet häufig über Sieg oder Niederlage auf einer Rassegeflügelschau. Grund genug, einen schnellen und reibungslosen Mauserverlauf anzustreben.

Federn nutzen sich ab und müssen dementsprechend erneuert werden. Der Begriff Mauser für diesen regelmäßigen Gefiederwechsel leitet sich von dem lateinischen Wort mutare „ändern“, „tauschen“ ab. Der Mauserverlauf wird hormonell gesteuert und ist im Wesentlichen von der Tageslänge abhängig.

Ausstellungen werden im Sommer entschieden

Während der Fortpflanzungszeit im Frühjahr greifen die Tauben schon auf ihre Kraftreserven zurück. Weil auch in der Mauser ein deutlich erhöhter Energiebedarf besteht, setzt der Gefiederwechsel erst nach der Fortpflanzungszeit im Sommer ein und beschleunigt sich mit Abnahme der Tageslichtlänge. Diese Vollmauser ausgewachsener Vögel nach der Brutzeit, in der sowohl das Klein- wie auch das Großgefieder vollständig ersetzt wird, bezeichnet man auch als Postnuptialmauser.

Bei vielen Rassetauben-Gattungen gilt die Federstruktur als eines der Hauptrassemerkmale. Grund genug, sich mit dem Thema Mauser intensiver zu beschäftigen und schon im Sommer die Weichen für eine erfolgreiche Ausstellungssaison zu stellen.

Ohne Aminosäuren kein Leben – und keine Federn

Im Fokus eines reibungslosen Mauserverlaufs steht das Ziel, am Ende eine straffe und glanzreiche Feder zu erhalten. Die zur Erneuerung des Gefieders notwendigen Baustoffe müssen über die Nahrung zugeführt werden. Aminosäuren sind die kleinste Basis von Proteinen und wesentlich für viele Prozesse im Körper verantwortlich. Sie gelten als Bausteine des Lebens und sind an allen Stoffwechselprozessen beteiligt.

Federn weisen einen sehr hohen Gehalt (ca. 8%) an schwefelhaltigen Aminosäuren auf, die vor allem von den Aminosäuren Methionin und Cystin abgedeckt werden.

Optimal ernährte Tauben zeigen auch während der Mauser ein ausgeglichenes Körpergewicht

Im Handel angebotene Körnermischungen enthalten in der Regel nur einen sehr geringen Anteil (unter 0,2%) an Methionin und Cystin. Selbst für viele spezielle Mausermischungen liegt dieser Gehalt kaum höher. Die Tiere müssen also mehr fressen, um die für das Federwachstum notwendigen Bausteine aufzunehmen. Die Folge: die Tauben setzen vermehrt Fett an.

Spätestens zum Zuchtbeginn muss dann alles, was unnötigerweise zugenommen wurde, wieder abgespeckt werden, um einen optimalen Zuchterfolg zu gewährleisten. Optimal ernährte Tauben hingegen zeigen auch während und nach der Mauser sowie im Winter ein ausgeglichenes Körpergewicht. Hinzu kommt, das verfettete Tauben nur eine unzureichende Ausstellungskondition besitzen.

Die Mauser bestmöglich bewältigen

Eine Versorgung mit geeigneten Optimierungspräparaten unterstützt die Tauben bei der Bewältigung der Mauser. Bewährt haben sich hier vor allem die Vitalstoffe Taubengold und OptiBreed. Dank der speziellen Inhaltsstoffe beider Produkte wird jedwedes Futter perfekt ergänzt und bestehende Mangelwerte ausgeglichen.

 ACHTUNG: Eine Zufütterung von Schwefelblüten (pulverisierter Schwefel), die zum Teil auch heute noch empfohlen wird, ist sinnlos. Der darin befindliche Schwefel kann durch die Taube nicht genutzt werden, da im tierischen Körper kein Einbau des Schwefels in körpereigene Aminosäuren bzw. Eiweiße stattfindet. 

Unabhängig davon, für welche Mauserhilfe (Methioninquelle) man sich entscheidet, sollte diese möglichst regelmäßig gefüttert werden. Denn die essentiell wichtigen Aminosäuren können von der Taube nur bedingt gespeichert werden. Federn jedoch wachsen täglich und benötigen deshalb auch täglich die für das Wachstum notwendigen Aminosäuren.

Eine Zufütterung kann problemlos über die Tränke aber auch über das Körnerfutter erfolgen. Die Fütterung über die Tränke hat den Vorteil, dass bei den meisten Züchtern eine tägliche Reinigung der Tränke stattfindet und dadurch eine gute Hygiene gegeben ist. Eine erfolgreiche Zugabe über das Futter setzt eine ebenso regelmäßige, gründliche Reinigung der Futtertröge voraus, die in der Praxis oft nicht gegeben ist.

Während der Mauser steigt die Infektionsgefahr

Aufgrund der enormen Belastung während der Mauser sind die Tauben vermehrt infektionsanfällig. Vor allem Trichomonaden, Kokzidien und Ektoparasiten, wie Federlinge, treten gehäuft auf. Die zusätzliche Gabe von Vitaminen unterstützt den Stoffwechsel. OptiBreed bewährt sich hier gleich mehrfach, da es neben den lebensnotwendigen Aminosäuren auch eine Vielzahl an essentiellen Vitaminen enthält.

Die perfekte Unterstützung für ihre Tauben!

Darüber hinaus darf auch die Versorgung mit Mineralien nicht vernachlässigt werden. Züchtern stehen dafür vielfältig zusammengesetzte Mineralmischungen zur Verfügung. Neben Mineralien und Spurenelementen sind diese zum Teil mit darmfördernden Zusatzstoffen veredelt.

Im besten Fall wird die Futtermenge dem Bedarf der Tauben optimal angepasst und nur so viel gereicht, wie bis zum nächsten Tag aufgenommen wird. Dadurch werden die Tauben täglich angeregt die lebenswichtigen Mineralien aufzunehmen.

Zusätzlich zur Versorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen darf auch die Gesundheit der Tauben nicht außer Acht gelassen werden. Als vorbeugende Maßnahme haben sich Säurekombinationen über die Tränke sehr bewährt. Sie können gut mit den Aminosäurepräparaten zusammen verabreicht werden und verhindern, dass sich krankmachende Keime über die Tränke vermehren. Tierärzte stellen immer häufiger fest, dass in Beständen, in denen eine tägliche Anwendung stattfand, Trichomonaden und andere bakteriologische Befunde in Kropfabstrichen nicht mehr nachweisbar sind. Eine präventive Gesunderhaltung wird dadurch auf äußerst einfache und zudem preiswerte Weise ermöglicht. Unsere Empfehlung: Avidress Plus. Das Hygienepräparat enthält kurzkettige Säuren, die den pH-Wert des Trinkwassers so absenken, dass das Infektionsrisiko gesenkt wird.

In diesem Sinne wünschen wir „Gut Federkleid“!

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