Reisesaison 2018: Vier Fragen an die Züchter des Röhnfried-Racing-Teams und ihre Antworten

Anfang März: Wer jetzt alles richtig macht startet deutlich entspannter in die beginnende Reisesaison!

Sie alle haben geantwortet: Klaus Steinbrink (o. links), Markus Neeb (o. mitte), Denis Faber (o. rechts), Daniel Becker (u. links), Oliver Fuchs (u. mitte links/ Kreis), Simon Ullrich (u. mitte rechts/ Kreis) und Stephan Grotzsch (u. rechts)

Wir alle blicken schon gespannt in Richtung Reisebeginn. Grund genug für uns, einigen Mitgliedern unseres Röhnfried-Racing-Teams vier kurze Fragen zum Stand ihrer Reise-Vorbereitungen mit der Bitte um ebenso kurze Antworten zu stellen. Die Antworten der Züchter findet ihr hier!

Sind deine Reisetauben zurzeit angepaart und ab wann bekommen die Tauben Freiflug?

Röhnfried: Sind deine Reisetauben zurzeit angepaart und ab wann bekommen die Tauben Freiflug?

Daniel Becker: Unsere Reisetauben sind zurzeit angepaart und durch das Umlegen der Eier aus dem Zuchtschlag ist auch die Zucht schon fast beendet. Es liegt quasi jetzt die letzte Runde. Die letzten Reisetauben haben vom 26.-28.2.2018 gelegt. Ein Freiflug ist bei uns aufgrund der Raubvogelproblematik nicht möglich. Alle Versuche der letzten Jahre, die Tauben früh raus zu lassen sind gescheitert. Der Freiflug beginnt erst in der letzten März- bzw. der ersten Aprilwoche. Gern warte ich bis die ersten Schwalben (meist Rauchschwalben) zurück sind. Das ist immer ein gutes Zeichen der Natur. Dann beginnt der intensive Freiflug der Tauben.
Denis Faber: Wir haben unsere Reisetauben am 17.02. angepaart. Die ersten Paare haben trotz der eisigen Kälte am 24.02. das erste Ei gelegt, dieses haben jedoch zur Seite gelegt und ins Haus gebracht, damit es nicht erfriert. Ich kann nur sagen ‚Hoffentlich waren wir immer schnell genug zur Stelle‘. Freiflug erhalten unsere Reisetauben wenn alle (so gut wie alle) Paare gelegt haben.
Oliver Fuchs: Wir spielen ja als Team in der SG Fuchs & Wolf. Die Reisetauben auf dem Schlag Wolf wurden am 17.02. angepaart und bringen jeweils zwei Junge hoch. Umgelegte Eier der Zuchttauben. Die Reisetauben auf dem Schlag von Fuchs wurden eine Woche später verpaart und werden ihr Gelege auf Gipseiern überbrüten. Der erste Freiflug ist Anfang/ Mitte März geplant, sobald alle Paare auf Eiern sitzen.
Stephan Grotzsch: Ich habe die Reisetauben bei uns in der SG Krouss-Grotzsch Anfang Februar angepaart und nach 10-tägigem Brüten wieder getrennt. Danach paare ich meine Tauben nochmal Anfang April an und trenne dann nach ca. 5 Tagen auf den Eiern. Unsere Tauben haben seit August festgesessen und werden ab dem 5.3. wieder rausgelassen.
Markus Neeb: Meine Witwer wurden am 2.2. gepaart und ziehen ihre Jungen auf. Das heißt an Ostern wird sicher alles fertig für die Witwerschaft sein. Den ersten Trainingsflug habe ich bereits am 6.2. gestartet. Da meine Tauben den ganzen Winter über Freiflug haben ist das gar kein Problem. Ich beginne mit 3 Kilometern. Die Temperaturen spielen keine Rolle aber das Wetter muss mitspielen.
Klaus Steinbrink: Meine Tauben bekommen ganzjährig Freiflug, außer bei ungewöhnlich harten Wetterbedingungen. Und wir paaren Anfang Dezember an (Winterzucht), daher werden sie Ende Januar getrennt und zum 1. April werden die Witwer neu verpaart und bleiben dann 15 Tage zusammen.
Simon Ullrich: Unsere Reisetauben sind seit der zweiten Februarwoche verpaart. Freiflug genießen sie schon seit zwei Wochen. Allerdings leider nur unter strenger Beobachtung und sehr eingeschränkt. Der Habicht macht uns das Leben noch sehr schwer.
Was passiert bei Dir auf dem Reiseschlag in den nächsten vier Wochen?

Röhnfried: Was passiert bei Dir auf dem Reiseschlag in den nächsten vier Wochen?

Daniel Becker: Die sind bereits durch unsere Tierärztin Frau Dr. Kny untersucht worden. Die Impfung gegen Salmonellen ist auch bereits erledigt. Jetzt wird noch gegen Paramyxovirose geimpft. Ansonsten passiert bis Anfang April nicht viel. Eventuell werden noch die oberen Luftwege kurz behandelt aber ansonsten waren alle Ergebnisse – wie immer – sehr gut.
Denis Faber: Unsere Reisetauben werden jetzt im März eine 10-tägige Kur mit den Produkten Atemfrei, Hexenbier und Avimycin erhalten. Wir erhoffen uns, dass sie damit – wie auch in den vergangenen Jahren – schnell in Form kommen. Außerdem wird Dr. Warzecha aufgesucht, um einen Check der Reisetauben durchzuführen und dann wird – je nach Befund – behandelt oder auch nicht. Außerdem steht noch die große Generalreinigung der Reiseschläge an. Dafür zerlegen wir die Schläge in ihre Einzelteile und waschen alles gründlich aus. Darüber hinaus wird ausgesaugt und ausgeflammt.
Oliver Fuchs: Das Wichtigste im März ist für uns das die Tauben jetzt langsam wieder ans Fliegen gewöhnt werden und täglich raus kommen. Die Untersuchungen beim Tierarzt waren ohne Befund, sodass auf den Eiern nur eine Kur gegen Trichomonaden erfolgt. Zusätzlich werden wir dieses Jahr jede Taube nach dem langen Festsitzen mit Rozitol behandeln und eine 10-14-tägige Kur mit Hexenbier, Avimycin und Entrobac durchführen.
Stephan Grotzsch: Der Monat März wird zum Trainieren genutzt und ich werde eine Kur gegen Trichomonaden geben. Danach gibt es eine Woche lang Hexenbier und über das Futter Atemfrei und Avimycin. Rozitol habe ich allen Reisetauben bereits in die Nase gegeben.
Markus Neeb: Ich gehe davon aus, dass an Ostern alles fertig für die Witwerschaft sein wird. Bis dahin ändere ich nichts.
Klaus Steinbrink: Nichts, die Tauben bleiben getrennt bis zum 1.4.2018 und haben eine Stunde Freiflug am Tag.
Simon Ullrich: Im März liegt der Fokus auf der Aufzucht der Jungtauben. Die Witwer sollen sich ganz natürlich auf ihr ‚Familienleben‘ konzentrieren und ganz langsam Form aufbauen. Die ersten Reisejungen (aus den Zuchttauben) sollen sich an den Freiflug gewöhnen und dem Greif entkommen (lernen).
Wann beginnst Du mit dem Training der Reisetauben und wie oft trainierst Du die Tauben?

Röhnfried: Wann beginnst Du mit dem Training der Reisetauben und wie oft trainierst Du die Tauben?

Daniel Becker: Das Training beginnt mit dem Freiflug Anfang April und nach einigen Tagen wird bereits auf kurze Distanz trainiert. Dann, an einem der kommendem Wochenenden sehr intensiv, wenn das Wetter es zulässt. Insgesamt so ca. 10 bis 15 mal vor der Reise.
Denis Faber: Mit dem Privattraining beginnen wir, sobald die Flugfreude am Haus groß genug ist. Das bedeutet die Tauben sollten freiwillig wegziehen und eine gewisse Grundkondition aufgebaut haben. Wenn ein tägliches Rauslassen durch die Greifvögel nicht gewährleistet werden kann, trainieren wir die Tauben auf kurzen Strecken von 1-10 km, um sie so an das Fliegen zu bringen. Wir trainieren so oft uns die Zeit dafür zur Verfügung steht. In der Regel 10 bis 14 mal auf bis zu 50 Kilometer.
Oliver Fuchs: Ein erstes Mal heraus lassen wir unsere Tauben Anfang März und ca. 14 Tage lang können sie machen, wie sie wollen. Danach wird das Pensum langsam gesteigert. Wir versuchen sie dann mindestens 5 mal privat zu trainieren und bei allen RV-Vorflügen und eventuell auch nachbarschaftlichen RV-Vorflügen teilnehmen zu lassen.
Stephan Grotzsch: Meine Reisetauben lasse ich nur am Haus raus. Wenn diese dann gut fliegen, kommen meine Tauben Ende März bzw. Anfang April in den Kabi zu den Vorflügen.
Markus Neeb: Wie schon erwähnt, hab ich den ersten Trainingsflug bereits am 6. Februar gemacht.
Klaus Steinbrink: Am dem 1. April beginne ich mit dem Training. Insgesamt trainiere ich die Tauben ca. 10 mal vor Beginn der Reisesaison.
Simon Ullrich: Das Training der Witwer beginnt Anfang April. Vor dem ersten Preisflug Anfang Mai bringen wir die Mannschaft 10 bis 15 mal selbst zum Training. Je nach Wetter und Verlauf der Formkurve der Tauben.
Hast Du bei der extremen Kälte etwas anders oder zusätzlich gemacht?

Röhnfried: Hast Du bei der extremen Kälte etwas anders oder zusätzlich gemacht?

Daniel Becker: Die Tauben sind gut versorgt und bekommen keine Extras bei der Kälte. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass unsere Tauben ein sehr gutes Zuchtfutter mit 12% Hanf und regelmäßig RO2000 bekommen. Die Tauben sind dadurch super versorgt und in einer mega Verfassung derzeit. Wir sind da momentan sehr zufrieden.
Denis Faber: Bei dieser extremen Kälte haben wir auf viel und ausreichend Futter geachtet. Wir verfüttern Unmengen an Hanf und die Zuchttauben bekommen während der Aufzucht viele Erdnüsse.
Oliver Fuchs: Bei der Kälte machen wir nichts anders.
Stephan Grotzsch: Bei der Kälte mache ich nichts anders, da Tauben diese Kälte sehr gut vertragen.
Markus Neeb: Wir hatten in der einen Februarwoche minus 17 Grad. Da ist es wichtig, die Tauben richtig zu füttern. Also für genügend Energie zu sorgen. Insbesondere bei den Tauben, die Junge haben. Auch das Wasser muss immer gewechselt werden.
Klaus Steinbrink: Die Tauben bekommen bei extremer Kälte 1 x täglich Futter satt. Ansonsten mache ich nichts anders, als sonst auch. Die Beiprodukte bleiben wie immer.
Simon Ullrich: Bei einer solchen Kälte, wie wir sie im Februar hatten: 2 x täglich Wasser, Heizplatten im Schlag an, ein bisschen mehr Futter und Filzeinlagen in den Nestern.

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