“Mein Tipp: Auf die Darmgesundheit achten!”

Erste Halbzeitbilanz der Brieftauben-Reisesaison 2019: Kurt Artz, langjähriges Röhnfried Racing Team Mitglied, ist mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden. Im Röhnfried Interview berichtet er, auf welche Eckpfeiler er seinen Erfolg zurückführt. (Reisesaison 2019 – 12. Teil)

Auch für Nachwuchs im Brieftaubenwesen ist gesorgt: Kurt Artz mit seiner Ehefrau und seinem Enkelsohn. Mittlerweile begleitet der Kleine seinen Opa in den Schlag.

Kurt – beschreib uns doch mal die aktuelle Situation auf deinem Reiseschlag. Wie sieht es momentan dort aus?

“In meinem Reiseschlag sitzen zurzeit 24 Vögel und 24 Weibchen. Sie sind nicht untereinander verpaart, sondern die Reisevögel mit den Zuchtweibchen und die Reiseweibchen mit den Zuchtvögeln. Sie kommen also zu ihrem jeweiligen Partner nach Hause.“

Was ist dir besonders wichtig? Auf was legst du bei deinen Tauben besonders viel Wert?

“Darauf, dass die Tiere am Haus gut trainieren! Bei den momentanen Temperaturen um 32° Grad ist das natürlich nicht immer so gegeben aber sie sind trotzdem stark am Fliegen und bleiben auch immer eine Zeitlang weg.

Damit sie „auf die Beine kommen“ habe ich ihnen Hexenbier zusammen mit Rotosal zum Mifuma Powermix dazugegeben und die Produkte zeigen gute Wirkung. Die Tauben gehen davon gut ab, sie zeigen eine schöne rosige Brust und sind in einer Top Verfassung. Das zeigt auch die bisherige Preisliste. Wir hatten bis jetzt acht Flüge und Stand heute (24.06.2019) stehe ich in der RV-Meisterschaft mit 2576,44 AS-Punkten und 38 Preisen auf Platz 1 der Liste.

Seit zwei Jahren gebe ich Anfang der Woche immer auch die Pavifac Spezialbierhefe und das Konditionspulver RO 200 ready. Die perfekte Ergänzung in puncto Vitamine und Vitalstoffe.

Meine Tauben sind dafür bekannt, dass sie ab 400 km erst so richtig in Form kommen. Sie fangen bei 200 km an und fliegen bis 650 km. Mittelstreckentauben aus eigener Zucht. Ich setze meine Tauben immer schon sehr früh in den Zuchtschlag. Aus 2018 habe ich acht sehr gute Tauben in den Zuchtschlag gesetzt: Zum Beispiel die 23, eine zweistellige, zwei mit 13-6, die beste regionale Täubin, die 10 und die 11 usw. Im Grunde genommen so, wie im vergangenen Jahr die 501. Jeder andere Züchter hätte die Taube noch gespielt – ich nicht!

Natürlich habe ich auch schon sehr gute Tauben miteinander verpaart und gedacht „ … da ziehst du mal eine richtige Runde von“ und es hat nicht so gut geklappt. Aber das gehört dann eben auch dazu.”

Wenn Opa zu den Tauben geht, gibt es für den Enkel kein Halten mehr. Der kleine Mann fässt schon tatkräftig mit an 😉

Kurt – wie lauten deine Ziele für die Reisesaison 2019?

“Tatsächlich ist es mein großes Ziel, einmal in den Dortmunder Westfalenhallen –  auf dem DBA Züchterabend – mit den anderen nationalen Siegern auf der Bühne zu stehen. 2018 war ich gemeinsam mit meiner Frau auf Einladung von Röhnfried das erste Mal dabei und hab gedacht „… da muss ich hin! Ich will mal da oben auf der Bühne stehen!“ In der Reisevereinigung habe ich schon alles gut erreicht und bin zurzeit schon der Erste. Aber um da oben zu stehen, musst man natürlich auch einen Endflug haben. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.”

Kurt – was machst du gerade mit deinen Jungen?

“Meine Jungen wurden im Januar und Februar geboren und müssen jetzt lernen, nach Hause fliegen. Sonst lernen sie das nicht mehr. 20 km reichen dafür völlig aus und sie fliegen auch sehr gut auf diese Distanz. Ich persönlich sehe keinen Sinn darin, die Tiere mehrmals die Woche irgendwohin zu fahren. Die „ballern“ morgens und abends eine Stunde am Haus – die braucht man nicht mehr zu fahren.

Vor ein paar Wochen hatte ich eine kleine Infektion im Jungtierschlag. Die Tiere erbrachen sich und hatten Durchfall. Ich habe ihnen daraufhin eine Kombination aus Immunbooster, Jungtierpulver und Moorgold verabreicht und zwei Tage später war der Spuk vorbei.

Die Vorflüge für die Jungen fangen erst am 8. August an und bis dahin trainieren sie – wie schon gesagt – sehr gut am Haus. Normalerweise fliegen sie am Nachmittag so um 17:00/ 17:30 Uhr, aber wenn es so heiß ist, dann lasse ich sie erst um 19:30 Uhr oder noch ein wenig später fliegen. Das ist eigentlich etwas zu spät, aber bei der Hitze hat es keinen Sinn. Am Morgen lasse ich sie dann schon um 6:00 Uhr trainieren. Normalerweise schlafen sie dann noch, trainieren sonst erst um halb neun, aber bei der Hitze geht es eben nicht anders.”

“… ich setze meine Tauben immer schon sehr früh in den Zuchtschlag!”

Kurt – auf welche Produkte möchtest du in der Jungtierbetreuung nicht mehr verzichten?

Hexenbier, Hessechol, Moorgold und RO 200 ready – ich lege sehr viel Wert auf einen gesunden Darm! Entrobac und Jungtierpulver erhalten sie alle zwei Wochen im Wechsel. Außerdem zusätzlich täglich Avidress.

Vergangene Woche hatte ich Probleme mit sechs, sieben Vögeln im vollen Haus. Am Samstagmorgen dann mit zwei Tieren aus dem selben Haus. Der Kot von dem einen Vogel war grün und flüssig, bei dem anderen war der Kot noch fest. Erstgenannten habe ich zu Hause gelassen und ihm einen Brei aus Jungtierpulver und Entrobac mithilfe einer Sonde direkt in den Kropf gespritzt. Als ich am nächsten Morgen in den Schlag gekommen bin, war der Kot schon wieder fest. Der andere Vogel ist noch mit dem Schwarm mitgeflogen und auch gut geflogen, aber er war auch der einzige, der beim Reinkommen nach vorne gefallen ist.”

Welchen Tipp möchtest du anderen Züchtern ans Herz legen?

Achtet auf einen gesunden Darm! Mit der Darmgesundheit steht und fällt alles. Ich setze, wie schon gesagt, auf Jungtierpulver, Entrobac und Immunbooster. Und Pavifac Bierhefe sollte man auch noch dazu nehmen. Mit den Aminosäuren, Mineralien, Spurenelementen und B-Vitaminen ist die Bierhefe ein wahres Kraftpaket. Gut für die Futterverwertung, den Federwechsel und ganz generell für eine gesunde Entwicklung in allen Wachstumsphasen der Jungtiere. Die Tauben kommen damit direkt wieder auf den Damm!”

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