Book/Aarnink: Das Team wächst weiter – die Erfahrungen auch

Im Jahr 2019 gründete sich das Team Book/Aarnink, bestehend aus Frank und Stephan Book sowie Geert Aarnink. Gereist wird weiterhin im Regionalverband 410 in der Reisevereinigung Nordhorn Süd-West. Auch im Jahr 2020 waren die Erfolge wieder sehr ansprechend, aber dazu kommen wir etwas später.

“Erfreulicherweise wächst unser Team weiter! So werden im Jahr 2021 Franks Kinder Jule und Sarah Book (9 und 7 Jahre alt) etwas mit einsteigen. Auch sie zeigen sich für ihr Alter bereits sehr engagiert und haben ein feines Händchen für die Tauben.”

Im Jahr 2020 war es zunächst so, dass die Reisemannschaft durch den Zusammenschluss etwas angestiegen ist. Mit 15 Tauben mehr sollte es in dieser Saison an den Start gehen. Im Grunde wollte man 15 Jährige Weibchen zusätzlich auf die Reise schicken, allerdings wurde aus zeitlichen Gründen daraus erstmal nichts. Da im Team ein großer Erfahrungsschatz im Reisen mit Vögeln besteht, hat man sich entschlossen, dieses Team um 15 Jährige zu vergrößern. Um diese kleine Bande unterzubringen, wurde kurzerhand einer der beiden bestehenden Jungtaubenabteile aufgegeben, damit die 15 einjährigen Vögel daraus gereist werden konnten. Etwas chaotisch kann man es beschreiben, da nicht einmal jeder Vogel ein Weibchen für sich hatte. Eines hat man bereits festgestellt: „Für die Saison 2021 soll es hier geordneter zugehen.“

Saisonstart

Der Saisonstart bei den Alttauben hat sich auch in Nordhorn um einiges verschoben. Allerdings kann das Team Book/Aarnink diesen trotzdem als gelungen bezeichnen. Beim ersten Preisflug wurden 33 Tauben (wohlgemerkt 8 Alte und 25 Jährige) eingekorbt und prompt landeten 17 in den Preisen. Somit konnte der Distanzflug ab Eckenhagen mit der Taube 00076-19-1536 gewonnen werden. Im weiteren Verlauf wurden von den ersten fünf Distanzflügen der Reisevereinigung Nordhorn Süd-West drei Siege verbucht. Und auch die prozentuale Ausbeute lag bei ca. 50%, was bei einem Verhältnis von 75% Jährigen zu 25% Alten schon ein sehr gutes Ergebnis ist. Wahrscheinlich könnte man die Maßnahme der Verdunklung als gelungen bezeichnen. Durch den verzögerten Beginn der Reise wurden die Reisemännchen nämlich für ca. drei Wochen verdunkelt und anschließend für zwei Wochen belichtet. Die Form konnte somit passend zum Start der Saison erreicht werden.

Im weiteren Saisonverlauf musste die junge Truppe jedoch leider einige Federn lassen und man spielte nicht mehr auf dem anfänglich hohen Niveau. Hier ist jedoch anzumerken, dass in der RV auf den zehn durchgeführten RV-Flügen neun Mal die schnellste 3er Serie geholt wurde. Für 2021 hat man bereits für eine entsprechend bessere Mischung gesorgt, damit der Anteil der Alten zu den Jährigen in etwa gleich ist. Dann sollte die Erfahrung der Tauben höher sein und man wird sehen, wie sich die Ergebnisse entwickeln. Das sagt uns, dass auch Spitzenzüchter immer wieder an Erfahrungen dazu gewinnen und nicht alles von allein funktioniert.

Saisonstart der Jungtauben

Im Zuge der Aufstockung im Reiseschlag wurde auch bei den Jungtauben etwas geändert. Immerhin fehlte dem Team nun ein ganzes Jungtierabteil. Das Spiel mit den Jungtauben wird von Frank Book schon sehr gerne erfolgreich gestaltet und dies eigentlich mit viel Freude und auch der dazugehörigen Arbeit. Deswegen wurde die Voliere der Witwerweibchen zum Jungtierabteil umfunktioniert und schon waren wieder zwei Abteile für Jungtauben vorhanden. Allerdings konnten die Jungtauben in der Voliere nicht verdunkelt werden und somit war es auf den letzten Flügen für diese Tauben schwieriger in die Spitze der Liste zu fliegen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass auch die Voliere so umgebaut wird, dass man dort im nächsten Jahr auch verdunkeln kann.

Eine sehr entscheidende Frage ist noch offen. Diese stellen sich sehr viele Züchter gerade in den vergangenen Jahren. Wie bekommt man die Jungtauben dazu, richtig zu trainieren? Gerade das ist bei vielen Züchtern derzeit ein großes Problem und verursacht wohl auch, dass es gerade am Anfang bei den Jungtaubentrainingsflügen schwer werden kann.

In Nordhorn wird ab dem Zeitpunkt des Belichtens (längster Tag des Jahres) das Geschlecht getrennt und das Futter auf eine leichte Mischung umgestellt. Dazu werden die Trichomonaden behandelt und das Training intensiviert. Dabei beginnt die Form der Jungen immer mehr anzusteigen.

Versorgung der Jungtauben

Die Jungtauben wurden in diesem Jahr zunächst mit dem Impfstoff Colvac RP geimpft und zusätzlich gegen Pocken – mit dem Erfolg keine JTK zu bekommen!

Die Tauben wurden auch im Jahr 2020 wieder mit den bewährten Produkten von Röhnfried versorgt. Besonders beliebt sind in Nordhorn Blitzform, Rotosal, BT-Amin Forte, Hessechol und Ro200ready. Die Produkte Rotosal und BT-Amin Forte werden hauptsächlich bei der Ankunft der Tauben verwendet und sollen die schnelle Regeneration fördern. Am Anfang der Woche wird das Futter mit Hessechol angefeuchtet, dieses ist ebenfalls sehr gut zur Regeneration geeignet, zeichnet sich aber auch in der Mauserzeit durch eine fehlerfreie Mauser aus.

Zuchtstrategie und Leistungsträger

In der Zucht wird mit der Zuchtlinie des 927 Maestros, Vater vom 1. und 3. AS-Vogel im Regionalverband 410, sowie Vater und Großvater mehrerer 1 Konkurssieger, Zweistelliger, Regionalverbandsflugsieger usw. in Verbindung mit Geerts original Roeper-Tauben versucht, einen noch schnelleren Stamm zu züchten. Hoffnungsvoll machen auch die Neueinführungen aus den besten Tauben des Spitzenschlages Richter/Lipski aus der RV Gelsenkirchen-Buer, u.a. deutscher Verbandsmeister mit den Jungen in 2020. Diese Tauben sollen ebenfalls mit der Linie des 927 und den Roeper-Tauben gekreuzt werden. Dazu wurden noch weitere Tauben für die Tagesweitstrecke ab 500 km dazu geholt.

Hervorzuheben bleibt in 2020 die Leistung des Vogels 076-18-120. Er schafft es, zwei Distanzflüge für sich zu gewinnen und glänzt mit den Spitzenpreisen 2,3,4. usw. Insgesamt schafft er in seiner Karriere bereits vier erste Konkurse. Dieser Vogel darf in 2021 seine Qualitäten im Zuchtschlag unter Beweis stellen, denn er ist der letzte fliegende Sohn des legendären Zuchtvogels 927 Maestro und somit Halbbruder zum 1. und 3. AS-Vogel im Regionalverband 410. Seine Mutter ist die 1043 von Emil Schwick, die auf dem Schlag bereits mehrfach 1. Konkurssieger hervorgebracht hat.

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Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie konnten wir bei den Tauben Ruhe und Zufriedenheit finden – dies hat uns umso mehr gezeigt, wie schön unser Hobby doch ist!

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